Network Marketing Lektionen aus dem Ski-Tourismus

Folgenden Newsletter aus einer Serie von Newslettern zu diesem Thema erhielt ich vorige Woche von Network-Marketing-Coach Robert Pauly.

Nach schriftlicher Rückfrage, erhielt ich die Genehmigung, diesen Newsletter in diesem Blogartikel zu veröffentlichen.

Ich wundere mich seit einigen Jahren über die antiquierten und sinnfreien Rekruting-Methoden vieler Network Marketer, die sich bis heute hartnäckig halten. Robert Pauly hat das Thema direkt und deutlich zur Sprache gebracht. Ich hätte das nicht schöner beschreiben können. Aber lies selbst:

„Liebe Networkerin, lieber Networker,

im letzten Newsletter hatten wir festgestellt, dass der Satz „Man muss es einfach nur tun!“ nicht nur wirkungslos, sondern auch noch kontraproduktiv ist, wenn es um die Motivation unserer Partner geht.

Der Grund dafür ist leicht nachzuvollziehen: Weil diese Aufforderung nicht einmal einen der (geschweige dann alle) drei Faktoren beinhaltet, durch die wir andere Menschen motivieren können.

Um dies genauer zu verstehen, gehen wir einfach etwa 100 Jahre in der Zeit zurück: Hier sehen wir, dass es sich damals beim Abfahrtsskilaufen um eine nahezu unbeachtete Sportart handelte. Mit der also zu dieser Zeit auch kaum jemand Geld verdient hat.

Wenn wir uns hingegen die heutigen Ergebnisse ansehen (man spricht von einer dreistelligen Millionenzahl von Skifahrern und von Milliardenumsätzen), dann stellen wir fest:

Irgendetwas muss sich geändert haben!

Und die für uns interessante Frage (egal ob wir von der Wintersportbranche oder von jedem anderen Unternehmen sprechen) lautet:

Was haben diese Geschäftsleute getan, um aus dem Nichts (keine Menschen, die zum Ski fahren motiviert waren) eine Milliardenindustrie (Millionen begeisterter Skifahrer) zu erschaffen?

– Haben die Hotelbesitzer Motivationsveranstaltungen durchgeführt?

– Hat man die potentiellen Gäste über glühende Kohlen laufen oder Stangen verbiegen lassen?

– Hat man den Gästen gedroht, wie miserabel ihr Leben sein wird, wenn sie nicht zum Skifahren gehen?

– Hat man den unwilligen Skifahrern gesagt, dass sie es „einfach nur tun sollen“?

Natürlich hat man nichts von diesen Dingen getan. Schließlich war bei den meisten Hoteliers und Tourismusbeauftragten im Oberstübchen auch alles in Ordnung . . .

Statt dessen haben diese Menschen das Naheliegendste, Offensichtlichste und Wirkungsvollste getan, um viele neue Leute für sich zu gewinnen:

Sie haben dafür gesorgt, dass das Skifahren einfach und unterhaltsam wurde!

Wer vor 100 Jahren Ski fahren wollte, hatte zu dieser Zeit eine beschwerliche Anreise vor sich. Dann gab es so gut wie keine komfortablen Übernachtungsmöglichkeiten. Kleidung und Sportgerät waren ebenfalls nur begrenzt tauglich und es gab auch nur wenige Menschen, die einem zeigen konnten, wie das Skifahren funktioniert. Und selbst dann, wenn man all diese Hürden überwunden hatte, musste man für jede Abfahrt den Berg hinauflaufen, um anschließend eine unpräparierte Piste hinab rutschen zu können. Wenig motivierend . . .

Wenn Sie hingegen heutzutage Skifahren wollen, können Sie bei der Anreise zwischen Flugzeug, Bahn, Auto oder Bus wählen. Sie können aus Tausenden von Skigebieten aussuchen, welcher Ort Ihnen am meisten zusagt. Dort angekommen, können Sie das neueste Material ausleihen, das für Ihre Zwecke am passendsten ist (Rennen, Buckelpiste, Halfpipe, Anfänger, etc.). Sie brauchen weder zu frieren, noch zu schwitzen, weil die heutige Sportbekleidung für jeglichen Temperaturbereich eine Lösung bietet. Hunderte von Clubs und Aprés-Ski-Bars sorgen dafür, dass sich niemand langweilen muss. Sie brauchen sich keine Sorge um die unsportlichen Mitglieder der Familie zu machen, weil für diese jede Menge Zusatzprogramme geboten werden. Und wenn Sie nicht gerade ein Hardcore-Sportler sind, der des Nachts zu einer Skiwanderung aufbrechen möchte, können Sie sich per Lift, per Hubschrauber oder auch per Pistenbully den Berg hinauf transportieren lassen.

Anders gesagt:

Die Skiindustrie ist nicht durch die beiden klassischen Motivationsmethoden (Freude gewinnen bzw. Druck erzeugen) erfolgreich geworden.

Sondern durch die dritte und überbrückende Methode:

Indem man es den potentiellen Gästen EINFACH gemacht hat, das Skifahren zu praktizieren!

Das gleiche gilt heute für jede andere Form des Reisens, gilt für das Autofahren, fürs Kochen, Waschen, Putzen und viele weitere Dinge unseres täglichen Lebens:

Nicht, weil die Menschen, die den o.g. Tätigkeiten nachgehen, so gut motiviert werden, wird in unserer heutigen Zeit so viel getan bzw. erreicht. Sondern vielmehr deshalb, weil diese Tätigkeiten in den letzten 100 Jahren so vereinfacht wurden, dass es viel leichter fällt, die damit verbundenen Aufgaben zu erledigen.

Für unser Network-Geschäft bedeutet diese Erkenntnis:

Das Potential zum Massengeschäft (und damit zum massiven Verdienst) liegt niemals darin, sich in erster Linie auf Menschen zu konzentrieren, die „ein brennendes Verlangen“, „einen eisernem Willen“ und „die Bereitschaft zu harter Arbeit“ mitbringen – um somit „jede Hürde zu überwinden“.

Von diesen Menschen gibt es nämlich nicht besonders viele.

Wovon es jedoch jede Menge gibt, sind Menschen, die zum Einsatz bereit sind, wenn . . .

. . . man ihnen möglichst viele Hürden aus dem Weg räumt.

Ja, selbstverständlich bestehen die zwei Hauptfaktoren für Motivation darin, entweder Freude/Spaß zu gewinnen und/oder Ärger/Schmerzen zu vermeiden. Aber trotzdem muss unsere Konzentration darauf liegen, unseren Partnern (und uns selbst) das Gewinnen von Kunden und Geschäftspartnern so einfach wie möglich zu machen. Denn wenn es nicht einfach ist, werden die meisten Menschen lieber den Schmerz eines leeren Kontos in Kauf nehmen und auf den Spass verzichten, den sie durch ein zusätzliches Einkommen haben könnten.

Weil für sie dann nämlich der Ärger, den sie mit unserem Geschäft haben, größer ist, als die Freude, die sie dadurch gewinnen können.

Wie also können wir dafür sorgen, dass für einen neuen Partner das Geschäft wirklich so einfach wird, dass es ihm/ihr mehr Spass als Ärger bereitet?

Das besprechen wir im nächsten Newsletter.

Bis dahin wünsche ich viel Erfolg,

Ihr Robert Pauly“

http://www.mlm-coach.de

Schreib mir doch bitte in den Kommentaren Deinen Vorschlag, wie Du dafür sorgst, dass für Deine neuen Partner das Network Marketing Business so einfach wird, dass es ihnen mehr Spaß als Ärger bereitet.

Vielen Dank dafür.

Renate Monheimius

 

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