Die Kunst des Werbetextens

Heute möchte ich Ihnen das Thema Werbetexten näher bringen. Das ist sicher ein Thema, das dem einen mehr liegt als dem anderen. Trotzdem ist es wichtig, sich damit näher zu beschäftigen, wenn Sie Ihr Geschäft/Produkt effektiv bewerben wollen.

Egal in welcher Branche Sie sind, als erstes sollten Sie sich Folgendes überlegen:

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Diejenigen, die schon länger im Network Marketing Business sind, werden irgendwann in dieser Zeit mal gehört haben, dass jeder für diese Branche und das jeweilige Produkt in Frage kommt. Jeder braucht Vitamine, jeder braucht Kosmetik, jeder braucht Versicherungen, jeder möchte Geld verdienen.

Nun ja. Ich bin jahrelang im Nahrungsergänzungsbereich tätig gewesen und musste feststellen, dass wenn ich meinte, dass jemand Nahrungsergänzungen braucht, er selbst noch lange nicht der Meinung war. Zielgruppe sind die Menschen, die das suchen was ich anbiete. Wenn Sie ein Team aufbauen möchten, sollten Sie sich fragen, wen Sie in Ihrem Team haben möchten. Sie sind der Generaldirektor Ihres Unternehmens und suchen die passenden Mitarbeiter. Wollen Sie wirklich jeden haben?

Wo finden Sie Ihre Zielgruppe?

Es macht wenig Sinn Vertrieblern eine Möglichkeit zur Optimierung ihres Vertriebes im Automarkt anzubieten. Oder Informationen über Fischzucht in einem Portal über Rennpferde. Das ist jetzt sicher ein wenig überspitzt beschrieben. Werbung dort zu machen, wo niemand etwas sucht, sondern jeder nur sein Angebot los werden will ist auch wenig sinnvoll.

Wie sprechen Sie Ihre Zielgruppe an?

Achten Sie darauf, dass Sie sich bei der Ansprache Ihres zukünftigen Teampartners mit ihm auf Augenhöhe befinden. Fassen wir bis hierher nochmal zusammen.

Bevor Sie anfangen Werbetexte zu verfassen, fragen Sie sich:

  • Wen suche ich?
  • Wo suche ich?
  • Wie suche ich?

Zielgruppen-orientierte Werbung ist der Schlüssel zum Erfolg beim Werben.

Ich habe von einem lieben Freund, der seit Jahren sehr erfolgreich international im Online/Offline-Marketing tätig ist, folgende 2 Worte gelernt: Emotionalisierte Verkaufsbotschaften! Hat ein bischen gedauert, bis ich diese beiden Worte flüssig über die Lippen bekam.

Verstanden habe ich sie sofort. Gemeint ist damit, Ihre Zielgruppe emotional zu berühren. Den Text so zu verfassen, dass die Leser sagen: Ja, so geht es mir auch. Das entspricht meiner aktuellen Situtation. Das könnte mir auch passieren, wenn ich nicht ….Das will ich auch…

Die machtvollsten Probleme, die die Menschen emotional berühren, sind: Haus + Hof, Arbeitsplatz, Gesundheit, Status + Anerkennung, Geld, Aussehen, Sicherheit, Fitness, Privat + Familienleben, Freunde, wertvoller Besitz, Sexappeal.

Die Entscheidung für oder gegen etwas wird nun mal emotional getroffen, die Rechtfertigung dieser Entscheidung dann rational begründet. Überlegen Sie mal wie Sie ein Auto kaufen. Im Grunde genommen soll es Sie nur von A nach B bringen.

Wie gliedern Sie Ihren Werbetext jetzt, egal wie lang oder kurz er werden soll?

Hier appeliere ich an die Kreuzfahrer unter Ihnen: A I D A

Heißt so viel wie:

A wie Aufmerksamkeit schaffen – geht mit einer knackigen Überschrift, die den Internetsurfer zum Anhalten bewegt.

I wie Interesse wecken – eine 2. Überschrift, Unterüberschrift oder einem kleinen Text, der den Internetsurfer zum Weiterlesen bewegt.

D wie Drang oder Begierde wecken – da sind wir wieder bei den Emotionen, die den Leser animieren, das haben zu wollen, was Sie anbieten. Z. B. einen kostenlosen Email-Kurs. Informationen darüber, wie er erreicht, was er möchte.

A wie Aktion – hier geht es darum, den Leser aufzufordern, etwas zu tun. Call to Action. Der nächste Schritt.

Zack, da haben Sie ihn. Einen neuen Interessenten, der sucht was Sie anbieten. Alles Weitere liegt an Ihnen.

Wie gestalte ich eine Titelzeile?

Eine Titelzeile, die den Internetsurfer zum Halten bewegt? Welche Wörter sind effektiv? z. B.:

Sie oder Du
Ihr oder Dein
Wie
Neu
jetzt
Menschen
Wollen
Warum

Sprechen Sie in Ihrer Anzeige niemals Massen an, sondern stellen Sie sich vor, dass die Person, die Sie erreichen möchten, vor Ihnen sitzt.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Überschrift dem Leser zeigt, dass dies etwas ist, das er will. Wenn Sie Neuigkeiten haben, kündigen Sie das in der Überschrift an.

Testen Sie Überschriften.

Vielleicht haben Sie schon mal etwas von Splitt-Testing gehört. Gestalten Sie eine Lead-Capturepage, duplizieren Sie sie und ändern Sie immer wieder Teile der Überschrift. Bewerben Sie beide. So finden Sie die wirkungsvollste Überschrift. Dieses Verfahren läßt sich natürlich auch auf die gesamte Page übertragen.

Wirkungsvoll ist es auch, ein Angebot zeitlich zu begrenzen oder eine Zahl in der Titelzeile unterzubringen. Versuchen Sie es einmal mit einer Aufzählung der Vorteile Ihres Angebotes. Schreiben Sie eine Story in Ihrem Werbetext. So was wie: Zuerst dachte ich auch, dass …….aber dann …… Menschen lieben Stories. Hier haben Sie auch gleich die Möglichkeit, eventuelle Einwände Ihrer Zielgruppe vorwegzunehmen und darauf einzugehen.

Wichtig sind Wahrheit und Klarheit.

Klarheit ist wichtiger als Wortschatz. Schreiben Sie wie Sie sprechen, bzw. wie Ihre Zielgruppe spricht.

Um welches Produkt es in Ihrer Werbung auch geht. Stellen Sie das Beste an die 1. Stelle und beschreiben Sie die Vorzüge und nur die Vorzüge. Eigenschaften verkaufen nichts. Schreiben Sie welche Vorzüge man bekommt, aber nicht wie.

Wenn Sie einen Staubsauger verkaufen wollen, beschreiben Sie, wie toll der Teppich nach der Behandlung mit Ihrem Staubsauger sein wird und nicht wie toll der Staubsauger ist. Ihre Interessenten wollen keinen Staubsauger, sondern einen sauberen Teppich. Schreiben Sie, als wäre der Leser der einzige Empfänger.

Ich hoffe, ich habe Sie mit diesem Artikel ein wenig zum Nachdenken darüber gebracht, ob Sie beim Werben wirklich den richtigen Weg gehen. Manch einer wundert sich über die wenigen Einträge auf seiner Webseite, der andere über die vielen Einträge von nicht geeigneten Personen.

Es gibt über dieses Thema noch so viel zu sagen. Ich habe versucht, das Wichtigste zu bündeln. Eine Fortsetzung folgt in Kürze.

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, empfehle ich Ihnen auch das Blog meines Kollegen Klaus Kubielka http://www.geldverdienen-tipps.eu ,der das Thema Werbetexten hervorragend aufbereitet hat.

Hier können Sie auch sein kostenloses eBook „90 Vorlagen für verkaufsstarke Überschriften“ bestellen.

Bis bald

Renate Monheimius

P.S.: Lesen Sie doch auch den Artikel 10 Schreibtechniken zum überzeugenden Werbetexten

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4 Responses to Die Kunst des Werbetextens

  1. Klaus Kubielka 12. Juli 2010 at 18:31 #

    Hallo Renate,

    toller Artikel, indem Du die wichtigsten Prinzipien des Werbetextens sehr gut darstellst.

    Gerade was die Zielgruppe angeht glauben viele Menschen, Masse ist gleich Klasse. Im Internet funktioniert dieser Ansatz aber nicht.

    Deshalb ist es so wichtig, seine Interessenten und Kunden zu kennen um sie auf amotionaler Ebene ansprechen zu können.

    Vielen Dank auch für Deine Erwähnung meines Blogs und meines kostenlosen Ebooks 🙂

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

    Viele Grüße
    Klaus

  2. Alexander Höhn 13. Juli 2010 at 02:57 #

    Hallo Renate,
    ein wirklich interessanter und guter, leicht verständlicher Artikel. Ich selbst werbetexte schon seit Jahren für meine jeweiligen Firmen aber freue mich, dass nun endlich ein Artikel „da ist“, den ich an Einsteiger empfehlen kann.

    Gerade das mit der Zielgruppe -jeder weiß es eigentlich und trotzdem hält sich keiner dran- ist gut. Ich kann mich da meinem „Vor-Kommentator“ nur anschließen: Scheinbar meinen dabei viele, dass Masse vor Klasse geht.

    Ansonsten überhaupt ein sehr gutes Blog. Ich werde es in meine Blogroll setzen. Fantastisch. Weiter so.

    Alex

  3. monheimius 21. Juli 2010 at 14:04 #

    Hallo Klaus,

    vielen Dank für Deinen Kommentar. Auf dem Thema zielgruppenorientierte Werbung und
    Werbetexten könnnen wir noch eine Weile herunmreiten, bis alle verstanden haben, wie
    wichtig das ist. Hilfst Du mir?

    Liebe Grüße
    Renate

  4. monheimius 21. Juli 2010 at 14:18 #

    Hallo Alexander,

    vielen lieben Dank, dass Du mein Blog empfiehlst. Dieser Artikel ist entstanden, weil mir selbst eine einfache Anleitung
    zum Weitergeben gefehlt hat und ich so viel fürchterliche Werbung sehen muß, die nach dem Gießkannenprinzip verteilt
    wird. Das Wort Zielgruppe schwebt durchaus durchs Netz, allerdings noch zu wenig, um als elementar anerkannt zu
    werden.

    Ein Grund, warum viele so fahrlässig damit umgehen ist sicherlich, dass das Herausfiltern seiner Zielgruppe
    eine Denksportaufgabe ist und Zeit braucht. Und was wollen die Leute in erster Linie? SOFORT und SCHNELL
    Geld verdienen, wenns geht ohne Anstrengung. Aber was sagte schon Abraham Lincoln: „Wenn ich 6 Stunden habe,
    um einen Baum zu fällen, werde ich die ersten 4 Stunden die Axt schärfen.“

    Liebe Grüße
    Renate

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